Vortrag: Hybride Kriegführung – Bedrohungen im 21. Jahrhundert
Auf Einladung des FDP-Kreisverbands Northeim sprach der ehemalige Bundestagsabgeordnete Konstantin Kuhle über die zunehmenden Bedrohungen durch hybride Kriegführung. Rund 30 interessierte Gäste fanden sich trotz großer Hitze im Veranstaltungsraum in Northeim ein – darunter zahlreiche Vertreter aus Kommunalpolitik, Verwaltung und Zivilgesellschaft.
In seinem Vortrag spannte Kuhle einen Bogen von klassischen Sicherheitsrisiken bis hin zu modernen Formen der Einflussnahme: Cyberangriffe, Desinformationskampagnen, Wahlmanipulation, Sabotage an Infrastruktur – viele dieser Bedrohungen kommen heute nicht mit Soldaten und Panzern, sondern mit Maus und Mikrochip.
„Hybride Kriegführung zielt darauf, Vertrauen zu zerstören – in Staat, Medien und demokratische Prozesse. Als liberale Demokratie dürfen wir das nicht hinnehmen“, betonte Kuhle. Dabei sei Wehrhaftigkeit kein Widerspruch zur Freiheit, sondern deren Voraussetzung. Er forderte mehr Investitionen in Cybersicherheit, bessere Aufklärung und den Mut, auf Angriffe auch politisch klar zu reagieren.
In der anschließenden Diskussion mit dem Publikum wurde deutlich, wie präsent das Thema auch in der Region ist – von digitalen Angriffen auf Verwaltungen bis zu gezielter Desinformation in sozialen Netzwerken.
Die Kreisvorsitzenden Dr. Marion Villmar-Doebeling und Torge Gipp zeigten sich zufrieden: „Wir wollen als FDP sichtbar machen, dass Freiheit nicht naiv sein darf. Gerade in herausfordernden Zeiten braucht es eine klare, liberale Haltung.“