Mehr als Mangelverwaltung: Northeim zum Möglichmacher-Landkreis machen
V.l.n.r.: Christian Grascha, Dr. Marion Villmar-Doebeling, Torge Gipp
Der Landkreis Northeim darf nicht länger nur im Schatten benachbarter Zentren stehen, sondern muss zum „Möglichmacher-Landkreis“ der Region werden. Mit dieser klaren Botschaft zieht die FDP Northeim in die Kommunalwahl 2026. Auf dem Kreisparteitag in Einbeck beschlossen die Freien Demokraten das wirtschaftspolitische Impulspapier „Mut zur wirtschaftlichen Stärke – Northeim als Wachstumsregion in Südniedersachsen“. Das Ziel: Den Landkreis wirtschaftspolitisch komplett neu auszurichten – mit weniger Bremsen, null Toleranz für überflüssige Bürokratie und einem klaren Bekenntnis zu industrieller Wertschöpfung.
Christian Grascha, Verfasser des Papiers, verweist auf den akuten Handlungsdruck für die Region:
„Der Landkreis Northeim gehört aktuell zu den Regionen in Niedersachsen, die am stärksten vom Arbeitsplatzabbau und der Transformation in der Automobilindustrie betroffen sind. Deshalb muss auch die Politik im Landkreis alle Entscheidungen daran ausrichten, was Arbeitsplätze erhält und neue schafft. Das ist der wichtigste Schlüssel, um den Landkreis langfristig zu einer prosperierenden Region zu machen.“
Um dieses Ziel bis 2030 zu erreichen, fordert die FDP ein radikales Umdenken in den Amtsstuben: Die Verwaltung müsse vom Kontrolleur zum Dienstleister werden. Im Zentrum stehen ein One-Stop-Prinzip für Unternehmen, volldigitale Verwaltungsverfahren und die schnelle Erschließung neuer Gewerbeflächen.
Kreisvorsitzender Torge Gipp macht deutlich:
„Der Landkreis Northeim darf sich nicht länger mit dem Verwalten des Bestehenden zufriedengeben. Wir wollen eine Politik, die Wachstum entfesselt, Investitionen auf die Überholspur bringt und Unternehmen nicht ausbremst, sondern als Partner unterstützt. Wirtschaftliche Stärke ist kein Selbstzweck – sie ist das einzige Fundament für sichere Arbeitsplätze, Wohlstand und eine handlungsfähige Kommune. Sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze sind die beste Sozialpolitik“
Damit der Aufstieg durch Leistung in der Region wieder für alle greifbar wird, pocht das Impulspapier zudem auf einen echten Know-how-Transfer. Northeim müsse viel stärker von der Strahlkraft der Wissenschaftsregion Göttingen profitieren.
Die Co-Vorsitzende Dr. Marion Villmar-Doebeling unterstreicht das ungenutzte Potenzial:
„Northeim hat alle Voraussetzungen, um weit mehr zu sein als nur ein Transitraum zwischen anderen Zentren. Wir können selbst ein hochattraktiver Standort für Innovation, Mittelstand und Fachkräfte werden. Dafür braucht es jetzt aber den Mut, verkrustete Bürokratie endlich abzubauen und die Chancen der Wissenschaftsregion Göttingen für unseren Landkreis konsequent zu nutzen.“
Um diese Ziele zu erreichen, setzt die FDP Northeim zudem auf eine Aufwertung der Wirtschafts- und Projektförderung (WRGN) sowie die Verstetigung und Stärkung des bereits bestehenden gemeinsamen Standortmarketings für ganz Südniedersachsen.